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Erfolgreicher durch Computerspiele – Geht das?

Erfolgreicher durch Computerspiele – Geht das?
Erfolgreicher durch Computerspiele – Geht das?
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Erfolgreicher durch Computerspiele – Geht das?

 

Studien die belegen, dass Computerspiele gut für das Gehirn sind, sind fast schon ein alter Hut. Doch was bedeutet das? Kann es sich sogar positiv auf die Karriere und das Berufsleben auswirken, wenn man in der Freizeit Computerspiele spielt und wenn ja, welche Spiele sind förderlich und welche möglicherweise sogar schädlich? Diesen Fragen sind wir nachgegangen und zu teilweise erstaunlichen Ergebnissen gekommen, die wahrscheinlich für jeden der geschätzt 34,1 Millionen Computer- und Videospieler in Deutschland interessant sind.

Spielen ist Zeitverschwendung – oder doch nicht?

Wie ich in meinem Artikel über Aufschieberitis bereits erwähnte, kann es zu überraschenden Erkenntnissen führen, über den Tellerrand hinaus zu schauen. So muss eine vermeintlich schlechte Angewohnheit wie das Spielen nicht per se etwas schlechtes sein, sondern kann sogar dazu genutzt werden, gezielt die Dinge noch weiter zu fördern, die einem letztendlich den Weg zu weiterem Erfolg ebnen. Insbesondere wenn man Spiele spielt, in denen man selbst gut genug ist, um Erfolgserlebnisse zu erzielen, kann alleine dieser Umstand bereits einen entscheidenden Teil zur Steigerung des Erfolgsbewusstseins beitragen, was wiederum ein Faktor ist, um selbst auch außerhalb des Spiels erfolgreich zu sein, wie das Erfolg Magazin im Oktober 2017 berichtete.

Nun ist sicherlich nicht jedes Spiel geeignet, positive Effekte zu erzielen. Außerdem ist auch nicht jeder positive Effekt aus einem Spiel letztendlich auch für die Karriere hilfreich. Um einen tieferen Einblick zu gewinnen, sollte daher zunächst einmal genauer betrachtet werden, welche Erfolgsfaktoren für die Karriere wichtig sind.

Was es braucht, um im Berufsleben erfolg zu haben

Hierzu gibt es zahlreiche Studien, die verschiedene Erfolgsfaktoren auszumachen scheinen, die als Indikator für Jobchancen dienen können. Liest man viele Studien quer, stellt man fest, dass einige Faktoren herausstechen, die besonders häufig genannt werden. Dazu gehört zum einen der Optimismus, wie Daniel Rettig von wiwo.de schon 2011 zusammenfasste, denn eine optimistische Einstellung gegenüber der Karriere wird sich immer positiv auswirken, das steht außer Frage und ist auch in Studien bestätigt worden.

Des Weiteren finden sich häufig berufliche und persönliche Ambitionen unter den wichtigsten Erfolgsfaktoren. Ziele dürfen ruhig größer ausfallen und hier spielen weitere Faktoren wie ein gesundes Selbstbewusstsein, Ehrgeiz und Zielstrebigkeit mit hinein. Zweifelsfrei sind dies ebenfalls herausragende Eigenschaften für beruflichen Erfolg, wie Frank Albers in seinem Artikel bereits feststellte.

Außerdem sollte man in diesem Zusammenhang nicht vergessen, dass insbesondere in der heutigen dynamischen und immer schneller werdenden Gesellschaft Geduld eine wichtige Tugend ist. Denn nichts kommt unmittelbar und sofort. Geduldige, strategische Überlegungen über Konsequenzen und Handlungen sind ein entscheidender Vorteil für gute Entscheidungen.

Natürlich gibt es darüber hinaus noch weitere wichtige Eigenschaften wie beispielsweise Kreativität, Talent, Emphatie oder Disziplin, um nur einige zu nennen. Aber wenn man die drei Kernaspekte Optimismus, Ambitionen und Geduld für sich betrachtet und als wichtig anerkennt, kann man sich die Frage stellen, wie man solche Eigenschaften gezielt schulen kann. Insbesondere als leidenschaftlicher Computerspieler stellt sich dann unweigerlich die Frage: Kann ein Spiel meine Geduld / mein Selbstbewusstsein / meinen Optimismus fördern und schulen?

Computerspiele als Gehirnjogging

Gaming

Keine Frage, primär spielt der Durchschnittsspieler Computerspiele, weil es Spaß macht und als Zeitvertreib dient. Die Tatsache, dass 54% der PC-Spieler Geld für dieses Hobby ausgeben zeigt aber auch, dass es für viele mehr ist, als einfach nur ein Mittel zum Überbrücken von Zeit. Außerdem belegen zahlreiche Studien, dass das Spielen auch einen positiven Effekt haben kann. Welcher das ist und welche Spiele tatsächlich geeignet sind und das Potenzial haben, die persönlichen Eigenschaften und kognitiven Fähigkeiten positiv zu beeinflussen, möchten wir Euch hier kurz zusammenfassen.

Fangen wir mit der Sparte der Strategiespiele an. Studien belegen, dass diese Art von Spielen das Gehirn flexibler macht und damit das strategische Denken verbessert. So fanden Forscher der Queen Mary Universität in London heraus, dass Strategiespieler im Vergleich zu nicht-Spielern deutlich besser in psychologischen Tests abschnitten und schneller bei kognitiven Flexibilitätsaufgaben reagieren konnten. Dies bedeutet einerseits, dass die Fähigkeit des Gehirns verbessert wird, umdenken zu können, sich neuen Situationen anzupassen und auf den richtigen Moment zu warten – also geduldig und gleichzeitig zielstrebig zu sein. Dass dies so ist, erklärt sich gewissermaßen von selbst, wenn man sich klar macht, dass es in einem Strategiespiel eben genau darauf ankommt. Das Gehirn trainiert, auf verschiedene Situationen flexibel zu reagieren und entsprechend schnell umzudenken und gleichzeitig optimistisch zu bleiben, dass das Ziel – auf welchem Wege auch immer – erreicht werden kann.

Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um komplexe Strategiespiele wie Starcraft (Blizzards Starcraft 2 wurde 2010 innerhalb von 4 Wochen über 3 Millionen Mal verkauft) handeln, sondern auch ein verhältnismäßig einfaches Strategiespiel wie Black Jack kann bereits komplexe Denkmechanismen im Gehirn auslösen, wenn es darum geht, schnelle strategische Probleme zu lösen. So muss der Zeitpunkt für bestimmte Entscheidungen wie ein Surrender, ein Split oder eine Verdopplung wohl gewählt sein. Dabei haben sowohl falsche als auch richtige Entscheidungen oder das Retten aus aussichtslosen Spielsituationen einen positiven Effekt auf die komplexen Entscheidungsfindungsprozesse im Gehirn.

Betrachtet man ein anderes Genre wie beispielsweise Shooter, dann kommen Studien zu ähnlichen Ergebnissen, denn auch hier muss das Gehirn Höchstleistungen vollbringen, um im Spiel erfolgreich zu sein. Da es in Shootern primär darum geht, die Bewegungen zu koordinieren und sich innerhalb einer vorgegebenen 3D-Spielwelt zu bewegen, kann sich das Spielen solcher Spiele entsprechend auch positiv auf die räumliche Wahrnehmung im echten Leben auswirken. Gleichzeitig sind aber je nach Spiel auch strategische Aspekte gefragt, denn es muss reagiert, abgewartet und geplant werden, sodass sich auch aus dem häufig verteufelten Genre äußerst positive Aspekte ergeben können. Allerdings gilt dies primär für Shooter wie Counter-Strik oder auch Battlefield & Co., denn Shooter, bei denen die Brutalität im Vordergrund steht und es ausschließlich um Gemetzel geht, erzielen das genaue Gegenteil, wie aus einer in den USA veröffentlichten Studie hervorgeht. Forscher der Universität von Indiana untersuchten 44 Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren und fanden heraus, dass das Spielen äußerst brutaler Spiele die Raktionen in den Zonen des Gehirns verringert, die für logisches Denken und Selbstkontrolle zuständig sind.

Je strategischer das Spiel, desto größer der Effekt auf strategisches Denken?

Schach

Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass ein Profi-Schachspieler automatisch auch außerhalb des Schachbretts strategischer vorgeht (Übrigens: Laut James Mason können bei einer Partie Schach nach nur 10 Zügen bereits über 169 Quadrilliarden verschiedene Stellungen entstehen. Vgl. „Principles of Chess“ aus dem Jahr 1893). Auch hilft Memory-Spielen nicht automatisch dabei, sich berufliche Sachverhalte oder Vokabeln besser merken zu können. Die Transfereffekte sind laut Lutz Jäncke von der Universität Zürich deutlich kleiner, wie die Welt in einem Artikel berichtete. Besonders stark sind sie aber dort, wo sich der Spieler in einer bestimmten Defizit-Situation befindet. Dies ist ein entscheidender Punkt. So kann ein ohnehin strategisch denkender Mensch seine strategische Denkfähigkeit nur bedingt durch Spiele verbessern. Ein von Selbstzweifeln geplagter Mensch kann jedoch durch Misserfolge und erneute Anläufe und Erfolge durchaus seine optimistische Grundeinstellung verbessern und das Selbstwertgefühl steigern.

Es kann helfen, mit Misserfolgen und Rückschlägen im Berufsleben besser zurecht zu kommen und wieder nach vorne zu schauen, wenn man ähnliche Situationen am PC oder der Spielkonsole schon einmal simuliert hat.

Maßvoll ist das Zauberwort

So positiv die Effekte von Strategiespielen, Simulationen und sogar Shooter-Spielen auch sein mögen, Dr. Siegfried Lehrl, akademischer Direktor der psychiatrischen Klinik-Universität Erlangen-Nürnberg fand heraus, dass nicht alle Spiele als kognitive Förderer in Betracht kommen und dass nur ein maßvolles Spielen zu den positiven Übertragungen in den Alltag beiträgt. Denn wer täglich viele Stunden allein am Computer spielt, vereinsamt nicht nur, sondern verliert auch gänzlich den Bezug zur Realität, da sich das Gehirn umstellt. Dadurch kann keine Querverbindung mehr hergestellt werden und man verliert sich gewissermaßen im Spiel. Über die Empfehlung der Spielzeiten und dem maximal empfohlenen Medienkonsum pro Tag gibt es verschiedene Meinungen. Im Schnitt spielten im Jahr 2014 Jugendliche zwischen 13 – 15 laut T-Online 100 Minuten am Tag, also mehr als 1,5 Stunden. Bei den 18-jährigen Jungs sind es bereits 122 Minuten, bei den Mädchen hingegen nur 82 Minuten. Wichtiger als die reine Spielzeit ist die Ausgleichszeit und dass keine Entzugserscheinungen entstehen, wenn man mal ein paar Tage vom Rechner oder dem Smartphone weg ist.

Grundsätzlich gilt, dass Lerneffekte, die die Bewältigung des Alltags und des Berufslebens positiv beeinflussen, nur dann eintreten können, wenn die Umsetzung stimmt und der Umgang maßvoll bleibt.

Fazit

Butterfly Effekt

Spiele können dazu beitragen, das Gehirn flexibler und leistungsfähiger zu machen und haben laut verschiedener Studien einen positiven Einfluss auf das Gehirn. Es lassen sich durch Computerspiele wichtige Eigenschaften trainieren, die auch im Berufsleben eine Rolle spielen. Allerdings bewirken sie auch keine Wunder und machen nur dann Sinn, wenn der Umgang maßvoll ist. Stimmen die Rahmenbedingungen und möchte man ein bestimmtes Defizit ein wenig ausgleichen, kann das Gehirn durchaus einen Lerneffekt aus den Spielen ziehen.

Insbesondere Strategiespiele machen etwa 30% des Umsatzes in Deutschland aus und haben das Potenzial, dem Gehirn auf die Sprünge zu helfen, die logischen Denkprozesse anzukurbeln und kognitive Fähigkeiten zu verbessern. Dies kann die Selbstorganisation verbessern, was für viele Berufszweige sehr hilfreich sein kann. Nicht zu vergessen ist auch der Faktor Geduld. Insbesondere die ungeduldigen unter uns können von Spielen profitieren, bei denen ein gesundes Maß an Geduld gefordert ist, um zum Ziel zu gelangen. Der daraus resultierende Belohnungseffekt im Gehirn kann sehr positive Auswirkungen haben und die Ungeduld verringern.

 

 

Bildnachweis: Alle Bilder www.pixabay.com

Frank Albers

Frank Albers

Strategie-Coach für Online-Business bei www.einfach-effektiv.de
Mein Name ist Frank Albers und dies sind meine beiden Themenschwerpunkte:

*Strategie-Coach für Sichtbarkeit und Online-Kurse
Ich unterstütze Selbständige bei der Produktion von Online-Kursen und der notwendigen Kundengewinnung.

Dazu gehört, sich mit strategischer Positionierung im Internet als Marke zu etablieren und mit gezieltem Onlinemarketing für Kunden sichtbarer zu werden.


*Selbstmanagement für den Alltag
Als Experte für Selbstmanagement helfe ich Menschen, ihre Ziele zu finden, zu erreichen und ihr eigenes Potential optimal zu nutzen.
Frank Albers

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