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Mehr Selbstvertrauen beim Sprachenlernen

Mehr Selbstvertrauen beim Sprachenlernen
Mehr Selbstvertrauen beim Sprachenlernen
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Mehr Selbstvertrauen beim Sprachenlernen

Warum nur trauen sich viele Menschen nicht, eine Sprache auch tatsächlich zu sprechen? Warum nur lassen sich Lerner bei der geringsten Kritik ihrer Mitmenschen davon abhalten, ihrer Leidenschaft zu folgen und meinen, kein Talent zum Sprachenlernen zu haben? Warum nur schaffen es viele Menschen nicht, sich die Zeit zum Sprachenlernen zu nehmen?

 

Ich glaube, dass all diese Punkte mit einem mangelnden Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu tun haben. Daraus resultieren dann Frust („Das schaffe ich sowieso nicht“), mangelnde Organisation („Ich habe sowieso keine Zeit!“), Stress („Ich fange ja schon an, Herzrasen zu bekommen, wenn ich nur ein Wort sprechen muss – und dann fällt mir nichts mehr ein!“) und Angst („Und was ist, wenn ich einen Fehler mache? Dann lachen alle über mich.“).

 

Wie aber kannst du all diesen Fallen entkommen? Eines kann ich mit Sicherheit sagen: Du bist nicht der einzige Lerner, der mit diesen Schwierigkeiten zu kämpfen hat! Viele Lerner aber gebrauchen diese Schwierigkeiten als Ausreden, um überhaupt nichts zu tun. Das ist aber meiner Meinung nach die denkbar schlechteste Alternative. Viel besser ist es, den Ursachen auf den Grund zu gehen und seine Einstellungen und Denkmuster zu ändern.

 

Mehr Selbstvertrauen beim Sprachenlernen: Wie schaffst du das?

Das ist leichter als du denkst. Viele der folgenden Punkte sind so selbstverständlich, dass du als Lerner sie überhaupt nicht in Betracht ziehen würdest. Allerdings wurden dir genau diese Denkweisen – im negativen Sinne – von deinen Mitmenschen oder von der Schule „eingeimpft“. Der allerbeste Zeitpunkt, diese Denkweisen umzupolen ist jetzt!

 

Mehr Selbstvertrauen beim Sprachenlernen: 11 konkrete Tipps:

 

#1 Vergleiche dich niemals mit anderen Lernern! Jeder hat einen anderen Hintergrund, ein anderes Lernverhalten und andere Vorkenntnisse. Warum solltest du also genauso gut Französisch sprechen wie dein Nachbar, der eine französische Ehefrau hat? Hat er nicht vor 5 Jahren einige Jahre lang in Frankreich gelebt? Ich bin mir sicher, dass es als Ausgleich sehr viele andere Fähigkeiten gibt, die du besser kannst als er. Lerne trotzdem Französisch, wenn dir die Sprache gefällt und höre auf, dich mit ihm zu vergleichen.

 

 

#2 Lerne in deinem eigenen Tempo – niemand sollte dir vorschreiben, wie schnell du etwas lernen musst. Viele Lerner verlassen sich während ihres Lernprozesses auf die Vorgaben von außen. Der Lehrer im Sprachkurs sagt ihnen, was sie zu tun haben. Das Lehrbuch gibt die nächsten Schritte vor. Ich finde aber, dass ein Lerner selbst für seinen Lernprozess verantwortlich ist und daher selbst entscheiden sollte, was er lernt, wann er lernt und wieviel er lernt. Natürlich sollte er sich Strategien zulegen, um seinem Ziel näherzukommen, aber das ist ein anderes Thema.

 

 

#3 Streiche das Wort „müssen“ aus deinem Wortschatz. Du musst nicht lernen, du willst es. Lernen soll Spaß machen – und wenn das so ist, ist doch alles gut! Achte also ganz bewusst auf deine Formulierungen. Anstatt „ich muss“ sagst du in Zukunft „ich will“ und achtest einmal darauf, welche Auswirkungen diese kleine Umformulierung auf deinen Lernprozess hat.

 

 

#4 Wenn du dich vergleichen willst, dann nur mit Menschen, die schlechter sind als du. Ich gebe zu, das ist ein fieser Trick, aber er hilft! Wenn du einen Marathon läufst und dir das Spaß macht, vergleichst du dich dann mit den Kenianern und hörst auf zu laufen, weil du sowieso schlechter bist als die Spitzenläufer? Sicherlich nicht. Warum also sollst du beim Sprachenlernen immer am besten abschneiden. Vergleiche dich doch mit den 95% der Menschen, die überhaupt keine Sprache lernen oder wesentlich weniger erfolgreich sind als du.

 

 

#5 Viel Stress nimmt man aus seinem Lernen heraus, wenn man sich einen Plan schreibt. Man muss sich dann nämlich nicht mehr um die Organisation kümmern. Solche Pläne kannst du mit Organisationsprogrammen wie Trello oder Evernote schreiben oder auch ganz klassisch in ein Heft oder einen Kalender eintragen. Probiere aus, was dir am besten gefällt.

 

 

#6 Fange mit ganz kleinen Einheiten an und steigere dich nach und nach. Das ist für das Ego besser als mit einem viel zu großen Pensum zu starten und dann reduzieren zu müssen, weil du dich übernommen hast.

 

 

#7 Wenn du ein introvertierter Lerner bist, dann gehe immer wieder aus deiner Komfortzone heraus und sprich mit anderen Menschen. Aber nicht gleich 15-Minuten-Unterhaltungen, sondern nur erstmal: Frage nach dem Weg, nach der Uhrzeit oder anderen Kleinigkeiten. Erkundige dich nach Abfahrtszeiten oder nach Preisen. Fange mit ganz kleinen Schritten aus der Komfortzone an und bleibe auf diesem ganz einfachen Niveau, bis du dich sicher und wohl dabei fühlst. Dann kannst du langsam steigern. Achte unbedingt darauf, nicht in die Panikzone abzurutschen!

 

 

#8 Berufe dich nicht immer auf „Ich habe kein Talent“. Talent ist nicht wichtig beim Lernen, viel wichtiger sind das regelmäßige Lernen, ein Ziel, die Motivation und der Spaß an der Sache. Kein Talent zu haben ist immer nur eine Ausrede für die eigene Bequemlichkeit.

 

 

#9 Lerne eine Sprache nur, wenn du selbst das willst. Du musst nicht Spanisch oder Französisch lernen, weil jemand anderes das von dir erwartet. Wenn es aber dein eigener Wunsch ist, dann mach das. Wenn du dich dann dafür entschieden hast, bist du auch niemandem Rechenschaft schuldig. Dein Nachbar fragt dich doch auch nicht, was du von seinen Marathon-Ambitionen hältst, oder?

 

 

#10 Schließe dich einer Sprachlerngruppe auf Facebook an, auf der alle in der gleichen Lage sind wie du. So bekommst du immer wieder Unterstützung und merkst, dass du nicht der Einzige bist, der mal Probleme hat. In der Gruppe kannst du deine Fragen stellen – nicht nur sprachlicher Art, sondern auch deine Motivation, Zielsetzung und Lerntechnik betreffend – und du kannst dir Lern- und Sprachpartner suchen. Das hilft vor allem bei Motivationstiefs sehr weiter. Und wer weiß? Vielleicht entwickeln sich daraus jahrelange Freundschaften mit gegenseitigen Besuchen – dann hat sich das Sprachenlernen doch wirklich gelohnt!

 

 

#11 Habe keine Angst vor Fehlern. Dazu sind auf meinem Blog schon einige Artikel erschienen.

http://erfolgreichessprachenlernen.com/2016/03/15/fehler-sind-wie-spinat-und-brokkoli-keiner-mag-sie-oder-doch/

http://erfolgreichessprachenlernen.com/2015/04/19/fehler-sind-wichtig-beim-lernen/

Fehler sind nämlich sehr positiv, denn ohne Fehler kannst du nichts lernen. Erfolgreiche Sprachlerner machen ganz viele Fehler, auch wenn es nicht so aussieht. Sie machen die Fehler nur viel eher als jemand, der nicht spricht und nicht in Kontakt mit Muttersprachlern tritt. Daher hat es häufig den Anschein, dass sie die Sprache viel besser beherrschen – und in gewisser Weise stimmt das ja auch, weil sie die „Fehlerphase“ schon hinter sich haben.

 

Mehr Selbstvertrauen beim Sprachenlernen: Was du jetzt tun solltest

Sei ehrlich zu dir selbst und ändere deine Einstellung und deine Arbeitsweise, um dein Ziel zu erreichen. Du wirst sehen, dass dann der Lernerfolg nicht ausbleibt und auch dein allgemeines Selbstvertrauen davon profitieren wird!

 

Wie ist es bei dir?
Hast du dich in einem oder sogar mehreren Punkten wiedererkannt?
Dann weißt du ja jetzt, worauf du achten solltest.

Wer diesen Artikel geschrieben hat:

Ich heiße Christine Konstantinidis, bin 49 Jahre alt und wohne in Nordbayern. Beruflich habe ich derzeit verschiedene Hüte auf: Ich unterrichte in Sprachkursen die Sprachen Italienisch, Englisch, Latein und ab und zu auch Französisch, mache Übersetzungen, biete Lerntechnikseminare an, schreibe Blogartikel für Firmenblogs, betreibe meinen Blog (unter http://erfolgreichessprachenlernen.com ), übersetze mein letztes Jahr erschienenes Buch ins Englische und habe den Plan, ein neues Buch zu schreiben. Ideen für künftige Projekte gibt es schon genug!

 

Letztes Jahr habe ich ein eigenes Buch mit dem Titel Sprachen lernen – Tolle Tipps und Tricks herausgebracht. In diesem Buch findest du auf 372 Seiten unzählige Tipps zum Sprachenlernen, alle praxistauglich und sofort umsetzbar. Das Buch ist keine wissenschaftliche und komplizierte Abhandlung, dafür gibt es schon genügend Fachliteratur.

Erhältlich ist das Buch bei allen gängigen Online-Portalen und in jeder Buchhandlung* (ISBN: 978-3734779947).

 

 

 

 

 

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Bildnachweis: www.einfach-effektiv.de | Urheber: Frank Albers

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Christine Konstandtinidis

Ich heiße Christine Konstantinidis und bin schon seit Jahrzehnten im Sprachenbereich tätig.

Ich unterstütze Leute durch Gruppen- und Einzelunterricht und durch Coaching dabei, selbstbestimmt und erfolgreich ihr volles sprachliches Potential in den Sprachen Italienisch, Englisch, Französisch, Spanisch oder Latein zu entfalten und in die Praxis umzusetzen.

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6 Kommentare zu Mehr Selbstvertrauen beim Sprachenlernen

  1. Lieber Frank,

    Vielen Dank, dass ich diesen Artikel für Dich schreiben durfte!

    Selbstverständlich können sich Deine Leser, wenn sie Fragen haben oder einfach auch Feedback hinterlassen wollen, gerne an mich wenden.

    Herzliche Grüße
    Christine

    • Hallo Christine,

      und ich freue mich sehr über Deine Tipps bzgl. Selbstvertrauen, denn das können viele Menschen brauchen. Ich gehöre auch dazu… wo ich doch eher der Tekki bin 😉

      Vielen Dank und liebe Grüße aus Montabaur.

      Frank

  2. Sehr interessant Artikel. Und man kann ihn sehr gut übertragen auf andere Situationen des menschlichen Lebens. Wichtig erscheinen mir zwei Dingen. Erstens sein Potential zu erkennen, und anschließend richtig einzusetzen, und zweitens niemals aufhören zu lernen. Sei es jetzt eine Sprache oder eine Computer Anwendung

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Frank Albers

Ich bin Frank Albers

Seit über 20 Jahren helfe ich Menschen und Unternehmen, Ihre privaten und beruflichen Ziele zu erreichen.

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