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Frank Albers - Online Business-Coach


Strategie-Coaching für Sichtbarkeit und Onlinekurse

Selbstmanagement

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Mit dem 80-20 Pareto-Prinzip und Zeitmanagement wirklich Zeit und Energie sparen – eine Erklärung

Mit dem 80-20 Pareto-Prinzip und Zeitmanagement wirklich Zeit und Energie sparen – eine Erklärung
Mit dem 80-20 Pareto-Prinzip und Zeitmanagement wirklich Zeit und Energie sparen – eine Erklärung
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Mit dem 80-20 Pareto-Prinzip und Zeitmanagement wirklich Zeit und Energie sparen – eine Erklärung

Definition Pareto-Prinzip: Das 80-20 Pareto-Prinzip ist eine Pareto Regel, welche nach Vilfredo Pareto ( 1848-1923) benannt wurde. Die Regel beinhaltet, dass zwischen Ursache und Wirkung häufig ein Ungleichgewicht besteht. Pareto hatte entdeckt, dass ca. 80% des Einkommens von nur 20% der Bevölkerung erwirtschaftet wurden (in Italien). Man hat herausgefunden, dass sich diese 80:20-Regel auf viele Lebenslagen übertragen lässt.

 

Ich kann das aus persönlicher Erfahrung nur bestätigen. In meiner Zeit als Systemadministrator habe ich so manche Nacht bzw. so manches Wochenende damit verbracht, Updates und Patches auf den Systemen zu installieren. Schließlich mussten die Systeme des Kunden unterhalb der Woche produktiv laufen. Erfahrungsgemäß ließen sich die Updates bei 80% der Systeme in 20% der verfügbaren Zeit installieren. Allerdings benötigte man für den anderen Server dann die komplette Restzeit.

Damals war hatte ich mein erstes Nebengewerbe am Laufen und das gleiche wiederholte sich nicht nur in meinem Hauptjob, sondern auch noch bei meinen eigenen Kunden. Das 80/20 Pareto-Prinzip (oder 80/20 Methode) machte auch vor mir nicht halt.

Meine Erfahrungen

Apropos meine eigenen Kunden: auch hier stellte ich fest, dass ein Großteil meines Zusatzeinkommens von nur wenigen Kunden generiert wurde. Die anderen Kunden waren Leute, die eigentlich immer jammerten, dass alles zu teuer wäre. Diese Leute hatten aber die höchsten Ansprüche und machten die meiste Arbeit. Damals traute ich mich jedoch (noch) nicht, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.

Als ich meinen 9-5-Job aufgab und mich komplett selbständig machte, setzte ich meine gefassten Vorsätze allerdings sofort in die Tat um. Ich hasste Kaltakquise wie die Pest und war nicht mehr bereit, mich mit dem Genörgel und dem selbstzugefügten Leid meiner Problemkunden herumzuärgern. Wer immer nur das Billigste kauft, muss sich nicht wundern, wenn´s hinterher bescheiden läuft.

Daraufhin suchte ich mir Vermittler, die gegen eine für mich akzeptable Marge die komplette Akquise für mich übernahmen und mir Projekte bei Großkunden in international operierenden Konzernen vermittelten. Ab sofort hatte ich nur noch einen Kunden pro Projekt auf den ich mich zu 100% konzentrieren konnte und der mir 100% meines Einkommens lieferte.

Wie Du mit dem 80-20 Pareto-Prinzip wirklich Zeit und Energie sparst

Wenn du z.B. mit 20% deiner Kunden 80% deines Gewinns erwirtschaftest, könntest Du Dir ein paar Gedanken machen. Könntest du es dir leisten, auf die restlichen Kleinkunden zu verzichten und dafür 80% mehr freie Zeit zu haben? Wenn die Antwort „ja“ lautet, worauf wartest du dann noch?

Was ist deine Meinung zum 80-20 Pareto-Prinzip und den möglichen Konsequenzen?

Ich freue mich auf deinen Kommentar.

 

PS: was sagt Wikipedia dazu? Gúckst du hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Paretoprinzip

Bildnachweis: www.fotolia.com | #54007901 | Urheber: flytoskyft11

Frank Albers

Frank Albers

Strategie-Coach für Online-Business bei www.einfach-effektiv.de
Mein Name ist Frank Albers und dies sind meine beiden Themenschwerpunkte:

*Strategie-Coach für Sichtbarkeit und Online-Kurse
Ich unterstütze Selbständige bei der Produktion von Online-Kursen und der notwendigen Kundengewinnung.

Dazu gehört, sich mit strategischer Positionierung im Internet als Marke zu etablieren und mit gezieltem Onlinemarketing für Kunden sichtbarer zu werden.


*Selbstmanagement für den Alltag
Als Experte für Selbstmanagement helfe ich Menschen, ihre Ziele zu finden, zu erreichen und ihr eigenes Potential optimal zu nutzen.
Frank Albers

4 Kommentare zu Mit dem 80-20 Pareto-Prinzip und Zeitmanagement wirklich Zeit und Energie sparen – eine Erklärung

  1. Hallo Frank,

    auf diese Regel bin ich das erste Mal während meines Studiums getroffen. Und sie ist einfach bestechend. Denn tatsächlich zeigt die Analyse, dass es immer wieder stimmt.

    Warum scheinen so wenig Leute danach zu handeln? Auch mir gelingt der Sprung von der Theorie in die Konsequenz eher schwer bis gar nicht.
    Sind wir alle Perfektonisten?

    Vermutlich liegt da eine der Bgründungen, ich sehe aber noch eine ganz andere.
    Man kann oft nicht mit 20:80 anfangen. Die Analyse zeigt hinterher – nicht vorher – welche 20 Prozent der Kunden, die 80 Prozent bringen. Jeder neue Kunde ist erst einmal ein potenziell wichtiger.
    Die Konsequenz ist also – zumindest häufig – sich nachträglich von Kunden zu trennen. Das aber ist vielen unangenehm und dazu gehört Mut.
    Wenn 20 Prozent nur noch 1 oder 2 Kunden bedeuten, dann gehe ich auch ein gewisses Risiko ein. Denn was mache ich, wenn der Kunde abspringt?
    Solche Situationen habe ich erlebt. Ich hatte einen Auftraggeber, der mir über viele Jahre ca. 50 Prozent meines Einkommens sicherte, für den Rest war ich anderweitig abgesichert. Dazu kamen hier und da ein paar kleinere Sachen. Dann schließlich kam ein zweiter dazu, bei dem ich noch mehr bekam. Mit anderen Worten, mein Einkommen stieg ordentlich an. Doch kurz darauf stellte Auftraggeber 1 bei sich die Struktur um, ich wurde nicht mehr gebraucht. Durch viel Glück fand ich einen der mir immerhin weitere 25-30 Prozent brachte. Und das lief einige Jahre richtig gut, doch dann ging erst dieser und ein Jahr später Auftraggeber 2 insolvent.
    Das war hart. Und ich war froh um die vielen kleineren, um die ich mich jetzt mehr kümmerte und die immerhin halfen, dass ich nicht zu 100 Prozent meine Reserven anbrechen musste und von denen ich anderes mitgenommen habe: Gelassenheit im Umgang mit Nörglern, Kontakte, die ich nun nutzen konnte, um kleinere Ideen umzusetzen, neue Kontakte zu knüpfen, in der Aquise viel schneller vorwärts zu kommen.

    Heute sehe ich es differenzierter: Die 20:80 Regel ist ein guter Hinweis, immer wieder einmal „auszumisten“, auch wenn es weh tut.
    Aber auch hier ist Perfektionismus fehl am Platze, eine ungefähre Annäherung reicht vollkommen.
    Leben ist – so trivial das klingt – immer Veränderung. Eine 20:80 Regel aber ist im Grunde was Starres und daher funktioniert es dann oft nicht da, wo man es gerne anbringen möchte.
    Wer nicht beizeiten neue Kunden sucht, steht womöglich plötzlich ohne da. Und auch Kunden ändern sich. Manchmal entpuppt sich ein Nörgler im Nachhinein als Perle und umgekehrt.

    Wie oft habe ich von einer Seite ein attraktives Angebot erhalten, von der ich es nicht gedacht habe. Weil das richtige Stickwort fiel. Zufällig. Im plaudernden Gespräch.
    Und das lässt sich eben nicht mit der 20:80 Regel steuern. Im Nachinein trifft sie zwar auch da zu: Höchstens 20 Prozent meiner Plauderein haben mir tollen Input gebracht. Doch der kam – wie gesagt – oft von unerwarteter Seite. Hätte ich meine Plaudereien gezeilt auf 20 Prozent beschränkt, um die Zeit anders zu nutzen, wäre so manches Projekt nie entstanden.

    Meine Erfaahrung zeigt mir auch: Zu viel Ökonomie würgt leicht mal das Kreative und Besondere ab.

    Mein Fazit: Vor allem bei Routinearbeiten, bei Aufgaben an denen man wirklich keinen Spaß hat oder die man eh nicht so gut kann, da kann die 20:80 Regel sehr viel bringen Zeit und Lebensfreude bringen.
    Man sollte den Nutzen aber immer auch hinterfragen, bevor man die Regel anwendet. Bzw. die Veränderung dabei mit einkalkulieren, die es immer geben wird. Kunden werden krank, ziehen weg, haben plötzlich weniger Geld oder sehr viel mehr, lassen sich scheiden, gründen eine Familie, ändern ihre Wünsche und Interessen, sterben.
    Und diese Änderungen machen die 20:80 Regel auf die Zukunft ausgereichtet eben auch immer wieder unkalkulierbar.
    Und weil viele das instinktiv spüren, wagen sie den rigorosen Schnitt auch nicht. Und sicher nicht selten auch zu Recht.

    Rosemarie
    http://www.rosemarie-benke-bursian.de

  2. Hallo Rosemarie,

    wow, erst einmal möchte ich Dir für Deinen tollen und ausführlichen Kommentar danken.

    Leider konnte ich Dir erst heute antworten, weil ich Prioritäten setzen musste 😉

    Ich gebe Dir in folgenden Punkten recht:

    Man weiß erst nach einer gewissen Zeit, welche Kunde tatsächlich den meisten Umsatz bringen. Zu Beginn der Akquise und den ersten Aufträgen ist das oft schwierig vorherzusagen.

    Und es bedeutet auch ein gewisses Risiko, sich in die Abhängigkeit von nur wenigen Auftraggeber zu begeben.

    Mir ist dieses Problem bekannt, da ich als IT-Projektleiter in der letzten Jahren meist Projekte hatte, die oft Monate, teilweise Jahre dauerten. In dieser Zeit war ich Vollzeit für meinen Kunden da. Anders ließ sich das sonst gar nicht darstellen.

    Als Projektleiter hat man das paradoxe Ziel, so schnell wie möglich – mindestens aber im Zeitplan – fertig zu werden. Je besser man ist, desto schneller steht man wieder ohne Projekt da.

    Das ist aber für mich durchaus ok. Man muss sich halt nur darauf einstellen.

    Den Freiraum, den ich durch die Eliminierung von 80% der Kleinaufträge und des damit verbundenen Aufwandes und Ärgers erhalten habe, macht mich äußerst kreativ.

    Letztendlich ist auch dieser Blog und der Start meines neuen Online-Business einer dieser kreativen Auszeiten zu verdanken.

    Wenn mich jemand fragt, was die Top-Ratschläge sind, um sein Leben frei, kreativ und selbstbestimmt zu gestalten sind das:

    1. Nein-Sagen (das Allerwichtigste!)
    2. Pareto-Prinzip (ist auch in Punkt 1 enthalten)

    Punkte 1+2 sind dann schon wieder 80% nach dem Pareto-Prinzip.
    Die restlichen 20% dienen nur der weiteren Optimierung.

    Wie du schon sagst:
    Das Pareto-Prinzip birgt ein gewisses Risiko, aber auch unendlich viele Chancen.

    PS: Deine Website gefällt mir sehr gut.

    Hab´ eine gute Zeit.

    Frank

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Frank Albers

Ich bin Frank Albers

Seit über 20 Jahren helfe ich Menschen und Unternehmen, Ihre privaten und beruflichen Ziele zu erreichen.

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