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Frank Albers - Online Business-Coach


Strategie-Coaching für Sichtbarkeit und Onlinekurse

Selbstmanagement

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Zeitmanagement: Richtig Pause machen – warum Pausen wichtig sind

Zeitmanagement: Richtig Pause machen – warum Pausen wichtig sind
Zeitmanagement: Richtig Pause machen – warum Pausen wichtig sind
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Zeitmanagement: Richtig Pause machen – warum Pausen wichtig sind

Nur keine Pause machen

Du sitzt bereits seit 7:00 Uhr am Schreibtisch und du hast das Gefühl, die Zeit rinnt dir davon? Mittlerweile ist es kurz vor drei am Nachmittag. In fünf Minuten beginnt bereits das Meeting. Es werden wichtige Themen besprochen, aber du konntest dich mal wieder nicht gezielt darauf vorbereiten. Deine Akkus sind leer und du weißt, dass du aus dem anstehenden Jour Fix mit dem Kunden wieder einen ganzen Haufen Todos mit auf den Weg bekommen wirst.

 

Du fühlst dich ausgelaugt und frustriert. Wie sollst du das alles schaffen? Dabei hast du heute wieder mal durchgearbeitet und hast keine Pause gemacht.

 

Und genau das ist das Problem!

In unseren Köpfen ist oft der Glaubenssatz „Fleißig ist nur der, der viel und hart arbeitet“ verankert. Gerade wir Deutschen haben die preußischen Tugenden wie Pünktlichkeit, Präzision und eben auch Fleiß quasi mit der Muttermilch aufgesogen. Unsere Erziehung und unser Umfeld haben uns in Bezug auf diese Tugenden über Jahrzehnte geprägt.

 

Dagegen ist im Grunde auch gar nichts einzuwenden, schließlich haben wir diesem Umstand zu verdanken, dass unsere Waren und Dienstleistungen im Ausland so begehrt sind. „Made in Germany“ ist immer noch ein Prädikat, das bei den Kunden geschätzt wird.

 

Auf der Strecke bleiben dabei allerdings sowohl Lebensqualität, als auch Produktivität.

 

Das falsche Paradigma vieler Selbständigen

Wenn du selbstständig bist, arbeitest du meist selbst und ständig. So erging es mir in den ersten Jahren auch. Ich war permanent erreichbar und kannte weder Feierabend noch Wochenende. Von der Bildschirmarbeit brennende Augen, ein verspannter Nacken und häufige Rückenschmerzen waren meine dauernden Begleiter. Zu wenig Bewegung und viel zu wenig Pausen forderten halt ihren Tribut.

 

Pausengestaltung am Arbeitsplatz

Zu wenig Pause machen aber auch viele Angestellte. Bei der Durchführung von IT-Projekten konnte ich dies täglich beobachten. Die Ursache des selbst zugefügten Leids in Form von Selbstausbeutung ist allerdings ein hausgemachtes Problem. Viele Arbeitgeber setzen fälschlicherweise lange Arbeitstage am besten in Kombination mit dem Auslassen von Pausen mit Produktivität gleich.

 

Das Gegenteil ist der Fall!

Nathaniel Kleitmann, der „Vater“ der Schlafforschung, entwickelte aus seinen Forschungsergebnissen u.a. das BRAC-Prinzip „Basic Rest – Activity Cycle“. Das BRAC-Prinzip besagt, dass das menschliche Gehirn bestimmte Konzentrationsphasen durchläuft – unabhängig davon, ob wir schlafen oder wach sind. Nach einer Konzentrationsphase von ca. 90-100 Minuten werden wir müde, die Konzentration lässt nach und unsere Aufmerksamkeit

geht in den Keller und du wirst immer ineffizienter. Wie du deine persönliche und betriebliche Effizienz durch effektives Zeitmanagement steigern kannst, darüber habe ich auch schon einmal geschrieben. Was klar ist bei Ineffizienz:

 

Du brauchst eine Pause! Jetzt!

 

 

Um deine Konzentration und deine Produktivität wieder auf den „Effizienz-Level“ zu bringen musst du gar keine ausgedehnten Pausen machen. Eine kleine Auszeit von 5-10 Minuten reicht aus, um für die nächsten 90 Minuten gerüstet zu sein. Ich für meinen Teil, genieße meine Auszeit bei einer schönen Tasse Kaffee aus einem Vollautomaten, die man als Unternehmen in dem Gastronomiehandelsbedarf oder beispielsweise beim Tchibo Coffee Service beziehen kann. Man merkt richtig, wie sich der Körper freut, endlich die sitzende Position zu verlassen. Du spürst sofort eine Entlastung der Augenmuskeln, die dankbar sind, nicht mehr auf den 80 cm entfernten Bildschirm starren zu müssen.

 

In der Abteilungsküche angekommen hole ich mir dann meinen Kaffee und treffe häufig auch den einen oder anderen Kollegen bzw. Kollegin. Treffe ich ausnahmsweise mal niemanden an, schaue einfach ein wenig aus dem Fenster und lasse den Blick in die Ferne schweifen – Die Augen freut´s, das Gehirn kann eine wenig abkühlen und ich genieße meinen Büro-Kaffee 😉

 

Bin ich nicht beim Kunden im Büro, gönne ich mir die Mini-Pausen auf alle Fälle auch zu Hause im Home-Office.  Mittlerweile bin ich seit über 13 Jahren selbständig und habe aus meinen Fehlern in der Anfangszeit gelernt.

 

Umdenken bei vielen konservativen Arbeitgebern notwendig

Arbeitsgeber haben oft Angst, dass ihnen kostbare Arbeitszeit durch die Lappen geht, wenn die Angestellten öfter mal Mini-Pausen einlegen.  Hier ist unbedingt ein Umdenken notwendig, denn Pause machen ist ein Produktivitäts-Booster.

 

Pausen machen zur Steigerung der Effizienz

Der minimale Ausfall, den der Arbeitgeber zu „beklagen“ hat, wird schnell wieder durch die gesteigerte Effizienz und Produktivität, nach der kurzen Auszeit wettgemacht.

 

 

Pause machen als Kommunikationsplattform

Inoffizielle Meetings in der Teeküche haben schon oft dazu beigetragen, wertvolle Informationen zu erhalten, die für meinen Projekterfolg wichtig waren. Die Antworten, die man in persönlichen Gesprächen auf der „Tonspur“ erhält, sind meist ehrlicher und ungefilterter, als in einem Meeting mit 15 Teilnehmern, an denen auch die jeweiligen Vorgesetzten teilnehmen.

 

Pause machen fördert den Zusammenhalt

Immer wieder passiert es, dass Unternehmen ein nicht unerhebliches Budget für sogenannte Teambuilding-Seminare ausgeben. Das Management schickt seine Mitarbeiter z.B. in den Kletterwald zur gemeinsamen Bespaßung. Fehlt nur noch, dass jeder seinen Namen tanzt. Ziel:  Nach dem Wochenende sollen die Mitarbeiter sich wie „eine große Familie“ fühlen und wie von Zauberhand sollen sie plötzlich über alle Abteilungsgrenzen hinweg ohne Reibungsverluste zusammenarbeiten.

 

Das Management übersieht allerdings bei diesem Ansatz, dass das gewünschte Zusammenwachsen ein Prozess ist und sich nicht per „Order-de-Mufti“ an einem Wochenende umsetzen lässt.

 

 

Pause machen – was die konservativen Unternehmen von Google, Apple & Co. lernen können

Moderne – und vor allen Dingen sehr erfolgreiche – Unternehmen wie Google, Apple und viele Start-Ups wissen längst, um die oben angesprochen Vorteile von kluger Pausengestaltung am Arbeitsplatz und richten Ruhe- und Kommunikations-Inseln für ihre Mitarbeiter ein.

 

Ich sehe aber auch, dass sogar hier in Deutschland ein Umdenken bei so manchen eher konservativ eingestellten Unternehmen stattfindet. Wenn Google so etwas macht, dann muss es schließlich gut sein, oder?

 

 

Fazit:

Wir haben gesehen: Pause machen ist wichtig und lohnt sich in jeder Beziehung. Du solltest dich immer daran erinnern, wenn du dich mal wieder nicht konzentrieren kannst. Dann ab in die Tee-Küche mit dir und Pause machen.

 

 

 

Bildnachweis: www.unsplash.com | nolan-issac-38299 | Urheber: Nolan Isaac

Frank Albers

Frank Albers

Strategie-Coach für Online-Business bei www.einfach-effektiv.de
Mein Name ist Frank Albers und dies sind meine beiden Themenschwerpunkte:

*Strategie-Coach für Sichtbarkeit und Online-Kurse
Ich unterstütze Selbständige bei der Produktion von Online-Kursen und der notwendigen Kundengewinnung.

Dazu gehört, sich mit strategischer Positionierung im Internet als Marke zu etablieren und mit gezieltem Onlinemarketing für Kunden sichtbarer zu werden.


*Selbstmanagement für den Alltag
Als Experte für Selbstmanagement helfe ich Menschen, ihre Ziele zu finden, zu erreichen und ihr eigenes Potential optimal zu nutzen.
Frank Albers

14 Kommentare zu Zeitmanagement: Richtig Pause machen – warum Pausen wichtig sind

  1. Super Artikel, gerade das Pause machen hat meine Produktivität stark verbessert. Ich mache nach jeder Stunde 10min Pause wo ich durch die Gegend laufe und die Fenster öffne. Wirkt wirklich Wunder!

  2. Danke für den Denkanstoß.
    Ich bin auch selbstständig und gerade die Zeit wenn ich im Büro arbeite fallen mir Pausen schwer und ich habe immer das Gefühl nicht mehr alles zu schaffen.

    Ich merke aber auch, dass ich öfters mal pause machen sollte. Aktuell lese ich in der Pause Blogs (wie jetzt gerade) 🙂

    Aber auch dabei schaue ich natürlich auf den Bildschirm und schreibe. Gerade bei dem Wetter sollte ich das mit den kurzen Pausen wohl mal mehr einhalten.

    Von daher, ich geh mal kurz in den Garten und höre den Vögeln zu 🙂
    Gruß Timo

  3. Pause machen ist wirklich essentiell um dauerhaft gute Leistungen erbringen zu können.

    Leider sind Pausen in unserer Leistungsgesellschaft nicht wirklich hoch angesehen und

    werden häufig als Zeitverschwendung angesehen.

    Doch es ist wie bei vielen Dingen: Paradoxerweise schafft derjenige, der Pausen macht mehr als der, der keine macht.

    Nur ein ausgeruhter und ausgeglichener Geist ist wirklich Leistungsfähig.

    Danke für den Beitrag !

    Viele Grüße

  4. Kann mich meinem Vorredner nur anschließen, ein sehr guter Artikel. Pausen werden viel zu selten gemacht, oftmals wird sogar keine Mittagspause gemacht. Dabei steigert sich die Produktivität nach der regenerativen Pause enorm. Neben aktiven Pausen sollte man sich am Arbeitsplatz viel bewegen, auch mal vom Bürostuhl aufstehen und im Stehen arbeiten.

  5. Pause ist gut, Pause ist nötig. In meinem Beruf sitze ich sehr viel. Die Durchblutung der Beine ist dadurch natürlich nicht optimal.
    Leider vergesse ich die Zeit beim Arbeiten, deshalb habe ich mir ein freundliches Helferlein zugelegt. Mein Fitnessarmband erinnert mich, dass es Zeit ist aufzustehen und die Beine zu vertreten.
    Und durch diesen Hinweis kann ich die Zeit einplanen wann es zeit ist einen Break einzulegen
    Viele Grüße

  6. Lieber Frank,

    inspiriert von einem Deiner älteren Artikel habe ich mir auch das Buch „Die 7 Wege zur Effektivität“ von Covey geholt und gelesen. Wow – was für eine Inspiration und wie einfach umzusetzen, wenn man nur will. Davon motiviert habe ich mir auch das Buch „Wie ich die Dinge geregelt kriege: Selbstmanagement für den Alltag.“ von David Allen durchgelesen. Passt sehr gut zu diesem Artikel von Dir, denn man lernt, wie man 16 Stunden-Tage vermeidet und seinen Tag effizienter strukturiert

    Das hilft mir auch bei meinem aktuellen, ehrenamtlichen Projekt zum Thema Aquaristik weiter. 🙂

    LG Katharina

  7. Sehr schöner Artikel der sich der ein oder andere Arbeitgeber auch gerne zu Herzen nehmen darf.
    Unser Chef war früher auch nur auf Arbeit Arbeit Arbeit gepolt. Heute lässt er uns unsere Pausen frei einteilen, macht Betriebsausflüge mit uns oder geht Essen um den Zusammenhalt zu stärken und eventuelle Probleme zu klären.
    Ich hoffe das es in Zukunft keine Seltenheit mehr ist und mehr Arbeitnehmer in Genuss dieser Flexiblen Pausen kommen. Wobei ich mir auch Vorstellen kann, dass es den einen oder anderen Arbeitnehmer geben wird, der damit nicht umgehen kann und die Freiräume ausnutzt.

    Liebe Grüße

  8. Das was ich schreiben werde, wird zwar den Gastartikel „Rauchfrei“ verstoßen ;-), aber ich mach es mal trotzdem.

    Ich persönlich mache des öfteren einen Break von 5 – 8 Minuten. In dieser Zeit gehe ich, wer hätte es gedacht :), eine rauchen.
    Gut mir ist klar, dass das nicht die beste Lösung und auch total ungesund ist, aber es verschafft mir eine kleine Entspannung und macht den Kopf ein wenig frei. Dazu muss ich sagen, das ich an der „frischen“ Luft rauchen gehe :-D. Und ja mir ist das Paradoxe bewusst.

    Selbst wenn ich nicht rauchen würde, kann ich jedem raten ca. 5-10 Minuten raus zu gehen und einfach mal 200-300 Meter laufen. Das tut gut und belebt den Körper. Man tankt Energie und kann auch effektiver arbeiten.

    So zumindest meine Erfahrungen.

  9. Lieber Frank,
    vielen Dank für diesen tollen Beitrag! Dieser hat mich gerade dazu motiviert heute nachmittag 1 Stunden nach draußen zu gehen und mich zu bewegen! Von mir also definitiv Daumen hoch! Du hast wirklich Recht, vorallem wenn man selbständig ist, neigt man dazu es zu „übertreiben“ und sich keine Pause zu gönnen. Denn man will ja seine Tagesziele erreichen und am Besten auch noch etwas mehr als das was man sich vorgenommen hat. Abends erzählt mir dann mein Mann (Angestellter), dass er heute eine ganze Stunde Mittagspause gemacht hat und mit den Kollegen draußen war. Und ich habe mich schlecht gefühlt, weil ich eine halbe Stunde Mittag gegessen habe 😉
    Viele Grüße

  10. Hallo Frank,

    ein toller Artikel, den du da geschrieben hast. Ich kann das nur unterstützen.
    War vor ein paar Jahren kurz vor einem Burnout und habe zum Glück mit Disziplin und einer Umstellung meiner Arbeitsweise die Kurve bekommen.
    Ich mache jetzt auch spätestens nach 2 Stunden eine Pause von 10-15 min. Ich gehe dann meist raus oder setze mich in der Küche aufs Sofa bei einem Tee. So machen es die Raucher ja auch.
    Auch vermeide ich Pausen am Arbeitsplatz, denn dass führt dazu immer wieder unterbrochen zu werden.
    Seit der Umstellung geht es mir deutlich besser und ich bin fitter und vor allem produktiver.

    LG
    Viola

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Frank Albers

Ich bin Frank Albers

Seit über 20 Jahren helfe ich Menschen und Unternehmen, Ihre privaten und beruflichen Ziele zu erreichen.

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