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Strategie-Coaching für Sichtbarkeit und Onlinekurse

Selbstmanagement

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SMARTE Ziele definieren und dadurch gezielt Misserfolge vermeiden

SMARTE Ziele definieren und dadurch gezielt Misserfolge vermeiden
SMARTE Ziele definieren und dadurch gezielt Misserfolge vermeiden
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SMARTe Ziele definieren und dadurch gezielt Misserfolge vermeiden

Wenn wir SMARTE Ziele definieren, können wir gezielt Misserfolge vermeiden. Klingt einleuchtend? Warum handeln wir dann meistens nicht danach?

 

Wie oft kam es vor, dass mein Chef oder ein Projektleiter eines parallel laufenden Projekts zu mir kam und fragte: „ kannst Du mal eben schnell…?“

„Kannst Du mal eben schnell…

  • die Elbphilharmonie fertigstellen?“
  • dafür sorgen, dass der BER eröffnet wird?“
  • dich darum kümmern, das Griechenland seine Finanzen in den Griff bekommt?“

 

 

Wenn jemand etwas zu Recht an mich delegieren möchte (sonst lehne ich es konsequent ab) oder ich einfach jemandem helfen möchte, dann stelle ich immer zuerst paar Fragen. Wenn mich also z.B. jemand bittet, eine bestimmte Aufstellung bzw. Auswertung in Excel zu erstellen, dann frage ich grundsätzlich:

  • was ist der Zweck?
  • was soll diese Aufstellung bringen?
  • für wen ist diese Aufstellung gedacht?
  • bis wann wird diese Aufstellung benötigt?

SMARTE Ziele definieren und dadurch gezielt Misserfolge vermeiden

 

Ich freue mich schon immer im Voraus auf den Gesichtsausdruck. Du solltest dann einmal sehen, wie mein Gegenüber durch ein Wechselbad der Gefühle geht, welches sich in seinem Gesicht widerspiegelt. Da gehen ihm Gedanken durch den Kopf wie: „denkt der ich bin blöd?“, „ich bin sein Chef, warum stellt mein Mitarbeiter meinen Auftrag in Frage“, „das kann dir doch egal sein, mach es einfach“ etc.

 

Nachdem meinem Gegenüber plötzlich klar geworden ist, dass die Fragen durchaus ihre Berechtigung haben und die kurze Phase des Erstaunens vorbei ist, gehen wir meistens zur konstruktiven Phase über.

 

Es ist schon häufig vorgekommen, dass durch mein Hinterfragen sinnlose Beschäftigung und/oder erforderliche Nacharbeiten vermieden wurden.

 

Und so ähnlich verhält es sich auch mit den persönlichen Zielen. In meinen Projektmanagement-Seminaren habe ich den Teilnehmern die SMARTEN Ziele immer selbst erklärt und diese auch beruflich angewendet. Es hat aber zugegebenermaßen etwas gedauert, bis ich selbst die glanzvolle Transferleistung erbracht und die SMARTEN Ziele auch in mein persönliches Selbstmanagement eingebaut habe. Reden wir lieber nicht darüber.

 

Ein Schiff, das seinen Hafen nicht kennt, für das ist kein Wind günstig. (Seneca)

SMARTE Ziele definieren und dadurch gezielt Misserfolge vermeiden

SMART ist ein Akronym

S – spezifisch

M – messbar

A – aktionsorientiert

R – realistisch

T – terminiert

 

 


Spezifisch

Spezifisch bedeutet, dass das SMARTE Ziel so genau wie möglich beschrieben wird. Hierbei geht es darum, Missverständnisse zu vermeiden. Wenn wir beispielsweise festlegen würden: Wir bauen ein Parkhaus, dann geht man in Deutschland grundsätzlich davon aus, dass es sich um ein Parkhaus für Autos handelt. Ich war vor kurzem in Amsterdam und habe zum ersten Mal in meinem Leben ein Parkhaus für Fahrräder gesehen. Zum Glück war ich nicht der Projektmanager 😉 Wir sollten vor unserem geistigen Auge das Ende vorwegnehmen und das gewünschte Endergebnis bei Zielerreichung so genau wie möglich festlegen.

 

Messbar

Die SMARTEN Ziele sollten messbar formuliert sein. Dies bedeutet, dass man in der Lage sein muss, feststellen zu können, ob das Ziel erreicht wurde. Nicht messbar ist: „wir wollen mehr Neukunden gewinnen“. Messbar hingegen ist: „wir wollen innerhalb der nächsten drei Monate 500 neue Kunden bekommen“. Dies ist am Ende der 90 Tage leicht prüfbar.

Dies hilft uns bei der Frage: „Wann habe ich mein Ziel erreicht?“

Die Frage klingt ein wenig lächerlich. Allerdings kann ich aus Erfahrung ein Lied davon singen, dass innerhalb der IT-Projekte oft überhaupt nicht klar ist, wann das Projekt tatsächlich zu Ende ist. Häufig ist das Geld vor dem Projekt zu Ende. Und soll ich dir etwas sagen? Wenn das der Fall ist, liegt es meistens daran, das man die Ziele nicht eindeutig und SMART formuliert hat.

 

Aktionsorientiert, attraktiv

Das „A“ in SMARTE Ziele ist (leider) doppelt belegt. Zum einem bedeutet es „aktionsorientiert“. Damit ist gemeint, dass es wirklich Handlungen gibt, die erledigt werden können, um dem Ziel näher zu kommen. Jedem Ziel, dem man nicht mit Aktionen näher kommen kann, ist kein Ziel, sondern bleibt ein Wunsch. „Attraktiv“ heisst in diesem Zusammenhang, dass Du nicht auf Dauer für das Ziel motivieren kannst, wenn es für dich nicht attraktiv ist. Womit wir auch schon beim nächsten Punkt sind.

 

Realistisch

Man kann und sollte seine Ziele ruhig hoch stecken, aber diese müssen für uns erreichbar sein. Für ein unrealistisches Ziel wirst du keine Motivation aufbringen können. Man muss auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Grundsätzlich sollte man ruhig träumen und niemals zu früh aufgeben. Aber ein Karriere-Neustart als Fußball-Profi oder Astronaut ist mit meinen 51 Jahren doch wohl eher unrealistisch… Moment, da kommt gerade eine Email von Pep Guardiola: …Ich weiß nicht, ob ich noch Zeit habe, den Blog weiter zu führen… war nur ´ne SPAM-Email.

 

 

Terminiert

Es sollte immer ein enger Zeitraum, besser noch ein genauer Termin festgelegt werden, an dem der Task bzw. das Projekt erledigt sein soll.

  • wann soll das Projekt erfolgreich beendet werden?
  • wann willst du dein neues Eigenheim beziehen?
  • ich möchte die Winterreifen im Laufe der KW 23 wechseln.
  • soll der Berliner Flughafen nun 2017, 2018 oder 2030 fertig werden? Ein Termin wäre schön, nur realistisch sollte er sein.

 


 

Fazit:

Es ist von fast unschätzbarem Wert, wenn Du Dir schon zu Beginn Gedanken über das angestrebte Ziel machst und von Beginn an SMARTE Ziele definierst. Je mehr Zeit Du in die genaue Planung steckst, desto weniger Zeit verschwendest Du hinterher durch falsch gesteckte Ziele, falsche Ausführung und notwendige Nachbesserungen.

 

 

Hast du SMARTE Ziele?

Wie gehst du normalerweise vor?

 

 

Bildnachweis: www.fotolia.com | #74670201 | Urheber: MK-Photo

Frank Albers

Frank Albers

Strategie-Coach für Online-Business bei www.einfach-effektiv.de
Mein Name ist Frank Albers und dies sind meine beiden Themenschwerpunkte:

*Strategie-Coach für Sichtbarkeit und Online-Kurse
Ich unterstütze Selbständige bei der Produktion von Online-Kursen und der notwendigen Kundengewinnung.

Dazu gehört, sich mit strategischer Positionierung im Internet als Marke zu etablieren und mit gezieltem Onlinemarketing für Kunden sichtbarer zu werden.


*Selbstmanagement für den Alltag
Als Experte für Selbstmanagement helfe ich Menschen, ihre Ziele zu finden, zu erreichen und ihr eigenes Potential optimal zu nutzen.
Frank Albers

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6 Kommentare zu SMARTE Ziele definieren und dadurch gezielt Misserfolge vermeiden

  1. Ich finde, die SMART Formel lässt sich nicht einfach so aus den Unternehmen ins eigene Leben und die eigene Zielsetzung kopieren.

    Wer Beziehungen zu anderen Menschen verbessern möchte oder sich in bestimmten Bereichen weiterbilden will, der wird vor dem Problem stehen, dass es im privaten Umfeld nicht überall Zahlen und Berichte zum Messen gibt.

    Wenn alle Menschen bei ihren Zielen immer „Realistisch“ geblieben wären, könnten wir die Storys der Sportstars, Spitzenpolitiker und Erfinder streichen. Außerdem finde ich das Leben außerhalb von Schule/Uni/Unternehmen eben nicht immer terminier- und vollkommen planbar. Ich will auch nicht privat noch etliche Deadlines und Fristen haben.

    Aber jeder muss selbst einen Weg finden, seine Ziele zu organisieren. Ich würde mich über deine Meinung zu meinem Artikel über SMART freuen 😉

    Viele Grüße, Alex

    • Lieber Alex,

      ich stimme mit Deinem Satz über ein:
      „Aber jeder muss selbst einen Weg finden, seine Ziele zu organisieren.“

      das alleine hilft aber Deinen Lesern nicht wirklich weiter.

      Selbstmanagement heißt immer, das es auf einen selbst individuell abgestimmt sein muss. Es gibt keine Patentlösungen. Aber es gibt Methoden, die sich bewährt haben. Ob die eine oder andere Methode für einen selbst passt oder adaptiert werden sollte, muss jeder für sich oder zusammen mit einem Coach herausfinden.

      Die Sache mit dem Realismus und mit der Attraktivität verstehe ich komplett anders und deswegen sehe ich diese beiden Punkte auch mitnichten als Blödsinn an.

      Eine gesunde Portion Realismus gehört ebenso zur Planung, wie eine Gesunde Portion Optimismus. Wenn ich mir das Ziel setze: „ich laufe einen Marathon“ , wäre es absolut unrealistisch, mir das Ziel für nächste Woche zu setzen. In einem halben Jahr wäre es durchaus eher realistisch. Ich habe mir damit auch eine Frist gesetzt und schraube damit gleichzeitig an der „Realitätsschraube“. Deadlines sind nicht per se schlecht. Man kann sie durchaus so setzen, dass sie einen zwar mit den Zielen aus der Komfortzone holen, aber dennoch erreichbar sind. Man kann sich so immer höhere Ziele setzen und diese Schrittweise erreichen.

      Ausserdem statt du Attraktivität mit Spaß gleich. So ist das in der SMART-Methode aber nicht gemeint. ATTRAKTIV oder AKZEPTIERT meint in diesem Zusammenhang viel mehr, dass ich diese Ziele wirklich erreichen möchte und das es meine Ziele sind und nicht Ziele, die mir andere Vorgegeben haben.

      Möchte ich das Studium wirklich abschließen, weil ich unbedingt Tierarzt werden möchte, oder weil die Männer in der Familie seit Generationen Tierarzt sind!? Wenn es mein Ziel ist, dann ist es für mich auch attraktiv- unabhängig davon, ob ich lieber ins Freibad gehen würde, als für die Klausur zu büffeln.

      Richtig angewendet kann einem die SMART-Formel – meiner Meinung – sehr wohl zu einer besseren Zielerreichung verhelfen.

      Liebe Grüße

      Frank

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Frank Albers

Ich bin Frank Albers

Seit über 20 Jahren helfe ich Menschen und Unternehmen, Ihre privaten und beruflichen Ziele zu erreichen.

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