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Frank Albers - Online Business-Coach


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Selbstmanagement

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Vom Planen ins Handeln kommen

Vom Planen ins Handeln kommen
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Vom Planen ins Handeln kommen

Manchmal ist das Leben wie ein Kartenspiel – du musst mit den Karten spielen, die du bekommst. Diese Phrase, wie auch viele andere Phrasen, passen genauso gut in einen geschäftlichen Kontext. Manchmal musst du auch im Business mit dem Arbeiten, was du gerade zur Verfügung hast. Das wird natürlich einfacher, wenn du gut auf solche Situationen vorbereitet bist, wenn du gut geplant hast.

Da liegt allerdings auch schon ein großes Missverständnis. Denn du kannst du nicht alles planen. Und vor allem kommst du nur mit Planung auch nicht voran.

Es ist wie immer die Mischung, die es macht.

In meinem heutigen Beitrag beschäftige ich mich mit dem Zuviel an Planung, dem leider viele von uns immer wieder zum Opfer fallen.

Du kennst das bestimmt: Du sitzt an deinem neuesten Projekt und bereitest die letzten Schritte für den Launch vor. Du planst diesen Moment seit Wochen und immer fällt dir noch etwas Neues ein. Hier noch ein Feature einbauen, da noch eine Schriftart ändern. Immer kommt von irgendwo her noch eine Kleinigkeit, die du unbedingt mit einplanen musst.

So hat sich dein Launch schon dreimal verschoben. Das macht aber nichts, denn du sitzt ja nicht untätig herum, sondern arbeitest aktiv an deinem Projekt.

An dieser Stelle muss ich dir die unangenehme Wahrheit sagen: Das tust du nicht!

Du sitzt vielleicht an deinem Projekt, vielleicht arbeitest du sogar daran. Aber das ist keine Arbeit, die Früchte trägt. Du arbeitest nicht, du planst. Arbeit wäre die Umsetzung deines Plans. Du aber planst nur immer weiter.

Ich kenne diese Problematik, ich habe selber damit zu kämpfen gehabt.

Häufig hat mich die Planungswut überrollt, wenn ich eigentlich an meinem Blog arbeiten sollte. Bei der Recherche habe ich einen Artikel gelesen und plötzlich hatte ich wieder eine Idee für einen neuen Artikel.

Grundsätzlich ist das sehr schön, denn so bekomme ich immer wieder neue Ideen. Ich habe mich dann aber immer auch sofort in das neue Thema gestürzt und eine ganze Produktreihe darum geplant. Die alte, ursprüngliche Idee blieb dann auf der Strecke.

Die Neue aber auch irgendwann. Meistens dann, wenn wieder eine noch neuere Idee hinzu kam.

Auf diese Weise wird Planung kein sinnvoller Bestandteil eines Arbeitsprozesses, sondern ein Mittel für sich. Ein Mittel, um sich vom eigentlichen Arbeiten abzuhalten.

Dieses Problem lauert besonders an einer Stelle, wo wir es eigentlich nicht vermuten: bei Treffen mit anderen Unternehmern oder Freunden. Du kennst bestimmt diese Treffen, bei denen ihr euch austauscht und über Fortschritte und Ideen für das nächste oder aktuelle Projekt sprecht. Einige machen das innerhalb ihrer Mastermind-Gruppen, andere gehen zu Unternehmer- oder Gründer treffen. Dort wird dann viel gesprochen und ihr erörtert viele Möglichkeiten, um Fortschritte im Business zu erreichen.

Diese Treffen sind Gold wert. Ich konnte dort schon viele tolle Ideen mitnehmen, die mein Business deutlich voran gebracht haben.

Die Gefahr liegt leider darin, dass du nach so einem Treffen wieder viel zu viele neue Ideen mit in dein Projekt einplanen willst.

Ich empfehle dir deshalb: Notiere dir alles, worüber gesprochen wurde. Aber wähle am nächsten Tag mit Bedacht aus, was dich wirklich in dem Moment weiterbringt und was nur ein netter Zusatz ist, der aber noch warten kann.

Nach viel und intensiver Planung musst du irgendwann auch ins Handeln kommen. Das ist leichter gesagt als getan, denn wo sollst du anfangen?

Ich sage dir:

Der Spaß an der Tätigkeit wird beim Tun kommen.

Der Schritt ins Handeln ist an sich eigentlich simpel. Bevor du abends ins Bett gehst, beendest du deine Planung. Dabei ist es zweitrangig, ob du wirklich fertig bist. Nach mehreren Wochen am Reißbrett wirst du mit Sicherheit irgendetwas Brauchbares produziert haben. Dann legst du vor dem Schlafen gedanklich den Schalter um. Du kannst dir auch gerne vorsagen: Ich habe gut geplant, morgen setze ich es um.

Am nächsten Morgen stehst du dann auf und legst los. Nach so langer Planung gibt es wahrscheinlich mehrere Stellen, wo du mit der Umsetzung anfangen kannst. Nimm dir eine beliebige und starte dort. Du wirst sehen, dass der Spaß beim Arbeiten kommt. Auch wenn du nicht genau weißt, wie die Arbeitsschritte genau aussehen, leg einfach los. Im Laufe der Tätigkeit wirst du merken, was du zutun hast. Dann fängt es an Spaß zu machen und du machst immer weiter.

Wichtig ist es noch, dass du dich nicht wieder ablenkst. Du wirst beim Arbeiten wahrscheinlich wieder mit neuen Ideen konfrontiert. Das ist gut so. Aber lass dich davon nicht ablenken. Schreib sie auf und mach dann weiter. Die neuen Ideen kannst du später noch einplanen, wenn du die alten erst einmal abgearbeitet hast.

 

Was ist mit Dir?

Bist du produktiv oder planst du noch?

 

Bildnachweis : pxhere.com | #775390

Frank Albers

Frank Albers

Strategie-Coach für Online-Business bei www.einfach-effektiv.de
Mein Name ist Frank Albers und dies sind meine beiden Themenschwerpunkte:

*Strategie-Coach für Sichtbarkeit und Online-Kurse
Ich unterstütze Selbständige bei der Produktion von Online-Kursen und der notwendigen Kundengewinnung.

Dazu gehört, sich mit strategischer Positionierung im Internet als Marke zu etablieren und mit gezieltem Onlinemarketing für Kunden sichtbarer zu werden.


*Selbstmanagement für den Alltag
Als Experte für Selbstmanagement helfe ich Menschen, ihre Ziele zu finden, zu erreichen und ihr eigenes Potential optimal zu nutzen.
Frank Albers

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2 Kommentare zu Vom Planen ins Handeln kommen

  1. Dieses Phänomen kommt mir nur allzu bekannt vor. Ich bin auch ein großer Ideensammler (das notieren und priorisieren ist dabei wichtig!).
    Für Projekte, die lange Bearbeitungzeit beanspruchen, würde ich immer einen Zeitplan mit festen Zielen und Deadlines aufstellen. Auch dabei lassen sich bis zu einem gewissen Grad Ideen, die im Laufe der Planungsphase noch dazu kommen einbauen, aber es kommt auch zum Abschluss des Projektes.
    Das kann man übrigens auch im realistischen, aber sicheren Umfeld üben – Bei BuGaSi haben wir dafür eine spannende und lehrreiche Projektmanagement Simulation entwickelt, die man mit dem ganzen Team durchspielt.

  2. Ich habe lange Zeit versucht immer alles zu Planen. Letzten Endes kam es immer anders als zuvor geplant. Deswegen arbeite ich im Moment eher „just in time“. Ich schau was aktuell und schnell erledigt werden muss (zum Beispiel ein Fehler in einer Software). Diese werden natürlich sofort erledigt.

    Danach kommen Aufgaben auf die ich Lust habe. Mir ist nämlich aufgefallen das ich nur dann meine Qualität so hoch halten kann wie ich sie gern hätte. Wenn ich zum Beispiel Aufgaben mache welche mir zur Zeit kein Spass machen werden Diese entweder nach hinten verschoben oder ich versuche sie im Eilverfahren schnell zu erledigen damit die Aufgabe schnell aus den Sinn kommt. Darunter leidet halt die Qualität.

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Frank Albers

Ich bin Frank Albers

Seit über 20 Jahren helfe ich Menschen und Unternehmen, Ihre privaten und beruflichen Ziele zu erreichen.

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