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Frank Albers - Online Business-Coach


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Selbstmanagement

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Welche Erfolgsfaktoren sind wirklich wirksam?

Welche Erfolgsfaktoren sind wirklich wirksam?
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Welche Erfolgsfaktoren sind wirklich wirksam?

Was bringt mich tatsächlich voran?

Wenn ich definiert habe, was „Erfolg“ für mich ist, welche Faktoren unterstützen mich dann wirksam dabei, meine Ziele zu erreichen?

Das haben wir schon oft gehört: Will ich andere Ergebnisse als bisher, muss ich etwas anderes tun als bisher. Ich sollte Blickwinkel, Denkweisen, und – am wichtigsten – Gewohnheiten ändern.

Während meiner Coaching-Ausbildung wurden uns vor allem vier Faktoren des persönlichen Vorankommens nahegebracht:

  1. Glauben
  2. Innere Verpflichtung
  3. Übung und Gewohnheiten
  4. Umfeld, Peer Group

Schauen wir uns die mal aus der Nähe an.

 

Glauben

Du musst „an Dich glauben“!

Was auch immer das bedeutet –leider wird der Begriff „Glauben“ oft gleichlautend verwendet für ganz verschiedene innere Vorgänge.

Gerne wird der Begriff „Glauben“ verwendet für das Konzept, sich selbst etwas einzureden. Das bringt halt nichts.

Es gibt eine andere Art von „Glauben“, die mit „glauben“ aber nichts zu tun hat, sondern mit tatsächlich erlebten Erfahrungen. Jemand „glaubt“, dass er etwas kann, wenn er es hunderte Male mit guten Ergebnissen getan hat.

Die wirksame Art von „Glauben“ ist also die Folge von Ergebnissen, nicht die Voraussetzung von Ergebnissen.

Vor allem die Human Potential Bewegung der 1960er Jahre hat dies gründlich durcheinander gebracht und behauptet, durch Einreden eines Konzeptes könne ich das Konzept besser umsetzen. Stimmt aber nicht.

Die Wirksamkeit von „Glauben“ im Sinne von Wort-Formeln, die ich mir vorsage, sehe ich bei Null.

 

Innere Verpflichtung

Besonders die „innere Verpflichtung“ wurde uns als wichtig dargestellt.

Sicherlich hilft es, wenn ich mich innerlich verpflichte. Problematisch ist auch hier, was bedeutet das überhaupt?

Das Konzept, wie ich es verstanden hatte, lief hinaus auf ein tief verankertes Empfinden. Was letztlich dabei herauskam, war für meine Begriffe eine subtile emotionale Erpressung. Aber vielleicht habe ich es falsch verstanden. Bei mir sind Gefühle eine sehr flüchtige Sache und nichts, worauf ich irgendetwas aufbauen würde.

Wirksamer fand ich die Alternative der äußeren Verpflichtung.

Mir hat es oft geholfen, ein Ziel vor Zeugen auszusprechen, sei es ein „Erfolgsteam“, eine Seminargruppe oder eine andere Art Forum. Das führte zu einer zumindest implizierten äußeren Verpflichtung, an die ich mich emotional gebunden fühle.

Ebenso unterstützend fand ich es, wenn ich mich vor Zeugen verpflichtete, eine bestimmte Handlung zu einem definierten Zeitpunkt ausgeführt zu haben. Insbesondere, wenn ich diese Handlung unangenehm fand.

 

Übung und Gewohnheiten

Es gilt nach wie vor: Übung macht den Meister. Und zwar gezielte, regelmäßige Übung, möglichst genaues Üben mit klaren, überprüfbaren Zwischenzielen, am besten unter der Supervision von jemandem, der bereits das erreicht hat, was ich erreichen will.

Bei allem, wofür ich weniger als dreimal die Woche zwei Stunden übe, sollte ich keinen Fortschritt erwarten.

Die Menschen, die etwas besonders gut können, können dies in der Regel nicht durch Magie oder „Affirmationen“, sondern weil sie es sehr oft gemacht haben.

Alles, was ich selbst gut kann, habe ich über Jahre gelernt.

Ebenso wichtig sind Gewohnheiten.

Was ich mir angewöhne, kann ich bis zu einem gewissen Grad auf Autopilot schalten.

  • Wenn ich mir angewöhne, alle Auswertungen, bevor ich sie an Kunden schicke, nochmals genau zu prüfen, dann muss ich nach einer Weile nicht mehr darüber nachdenken, es zu tun, und ich werde weniger Unsinn verschicken.
  • Wenn ich mir angewöhne, jeden Tag früh aufzustehen, entwickelt mein Körper mit der Zeit einen Automatismus, und ich habe eventuell mehr vom Tag.
  • Wenn ich mir angewöhne, in wirklich jeder Situation zu prüfen, was meine Verantwortung ist und was nicht, werde ich es irgendwann automatisch tun und mit vielen Situationen angemessener umgehen.

 

Umfeld und Peer Group

Der wirksamste Erfolgsfaktor von allen ist das persönliche Umfeld. Wer uns umgibt, wer uns unmittelbar direkt und indirekt Feedback gibt, wer auf uns abfärbt, diese Menschen haben den stärksten Einfluss auf uns.

Studien an entlassenen Strafgefangenen zeigen: Diejenigen, die in ihr altes Umfeld zurückkehren, wo Gewohnheiten vorherrschen, die im Konflikt zu Gesetzen stehen, geraten meistens schnell wieder in den alten Trott.

Meistens kehren Sie deswegen bald wieder ins Gefängnis zurück.

Diejenigen, die viel Zeit in einem anderen Umfeld verbringen, schaffen es am ehesten, aus dem Strafvollzug heraus zu bleiben.

Das eine Umfeld ist nicht „besser“ als das andere, beide sind nur an unterschiedliche Gewohnheiten und unterschiedliche Konsequenzen gewöhnt.

Einige wenige Vorbestrafte schaffen es sogar, Ärzte oder Banker zu werden und haben fortan die Möglichkeit, ganz legal einen Haufen Verbrechen zu begehen (meint Alexander 😉 Frank meint: Oje, wenn das meine Frau liest… die ist nämlich Bankerin 🙂 )

 

Herausforderungen bei der Änderung des Umfeldes

Das Umfeld ist allerdings auch am schwierigsten zu verändern. Diese Veränderung erfordert am meisten Arbeit und oft auch Schmerz.

Liebgewonnene Menschen haben vielleicht Denkweisen und Gewohnheiten, die meine Ziele nicht unterstützen, dennoch fühle ich mich innerlich an sie gebunden.

Eine andere Möglichkeit kann sein, dass du dich weiterhin an das Herz deiner liebgewonnenen Menschen gebunden fühlst, aber nicht mehr an deren Gewohnheiten, falls diese Gewohnheiten dich nicht unterstützen.

 

Neues Umfeld aufbauen

Dann folgt der schwierigere Teil: Ein neues Umfeld aufzubauen, möglichst mit Menschen, die bereits das erreicht haben, was du willst, mindestens aber mit solchen, die erkennbar ehrlich und tatsächlich an ähnlichen Zielen arbeiten.

Damit ist NICHT gemeint, dass sie über „Ziele“ und „Visionen“ nur reden, sondern nachhaltig wirklich in Aktion gehen und ihre Ergebnisse messen und mit den Messergebnissen weiter arbeiten.

 

Am Anfang eventuell stressig

Die Nähe von „erfolgreichen“ Menschen (wie immer ich das auch definiere) kann erst einmal stressig sein.

Die extrem Erfolgreichen haben oft (nicht immer) recht „spezielle“ Persönlichkeiten, die mitunter anstrengend sind.

Erfolgreiche Menschen auf der „mittleren“ Ebene erscheinen mir vielleicht überlegen und ich fühle mich unterlegen oder klein. Mich in ihrer Nähe aufzuhalten, kann auch erst einmal anstrengend sein, weil ich in der ersten Zeit nicht mithalten kann.

Der erste Schritt ist natürlich, überhaupt in die Nähe der Erfolgreichen vorgelassen zu werden. Je erfolgreicher die Menschen sind, desto besser sind sie abgeschirmt.

 

Erfolgreiches Umfeld als Beweis, was möglich ist

Einer der großen Vorteile eines erfolgreichen Umfeldes ist, dass ich jeden Tag mit allen Sinnen aufnehme, dass

  • mein Ziel erreichbar ist
  • es Menschen gibt, die mit derlei Zielen ganz normal und alltäglich umgehen

Allein das kann meine gesamte Wahrnehmung und Interpretation der Welt grundlegend umprogrammieren. Nicht wegen „Glauben“, sondern wegen Tatsachen und Beweisen.

 

Und wenn ich ein Pionier bin, der etwas vorhat, das noch nie gewagt wurde?

Zunächst überprüfe einmal, ob es wirklich noch nie gewagt wurde. Das Meiste, was wir für sensationell brandneu halten, ist in Wirklichkeit schon tausende Male versucht worden.

Und wenn Deine Idee wirklich ganz neu ist? Dann versuche, andere Pioniere zu finden, nur auf anderen Gebieten.

Die sind allerdings nicht immer so umgänglich. Auch Pioniere, jedenfalls diejenigen mit wirklichem Talent, sind oft sehr verhaltensoriginell. Aber einen oder zwei davon kannst du sicherlich als Weggefährten gewinnen.

Welche Erfolgsfaktoren sind wirklich wirksam?

Erfolgsfaktoren-Selbstmanagement-Diagramm

 

 

Fazit

Sein, Tun und Umfeld sind wichtiger als Glauben.

Mit Gewohnheiten, die zu meinen Zielen passen und mit einem Netzwerk, das zu meinen Zielen passt, komme ich gut voran – sagt Alexander.

 

Welche Erfolgsfaktoren sind für dich wichtig?

Schreibe mir doch einen Kommentar.

 

 

 

Bildnachweis: www.fotolia.com | #42927042 | Urheber: doris_bredow

Alexander Meneikis

Alexander Meneikis

Alexander Meneikis, Jahrgang 1969, Betriebswirt, Controller, Autor.

Nicht verheiratet, aber anteilig domestiziert. Hobby-Musiker und lesesüchtig.
Alexander Meneikis

3 Kommentare zu Welche Erfolgsfaktoren sind wirklich wirksam?

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Frank Albers

Ich bin Frank Albers

Seit über 20 Jahren helfe ich Menschen und Unternehmen, Ihre privaten und beruflichen Ziele zu erreichen.

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